Lesegottesdienste

Andachten

9.Sonntag nach Trinitatis, 14.08.2022

Lese-Gottesdienst am 14. August 2022

Text: Pfr. Koring

Musik: S.Weingart-Fink

 

GOTT sei mit dir: als Quelle der Liebe; als Gnade, die Mensch wird; als Kraft, die Leben schafft.

512 Herr, die Erde ist gesegnet von dem Wohltun deiner Hand ...

Hilf, dass wir dies Gut der Erden treu verwalten immerfort...

743 Psalm 104 und Gebet

Gott, du hast uns deine Schöpfung anvertraut, unseren Leib, Seele und Geist, Technik und Wissenschaft.
Vieles läuft falsch in unserer Welt, selten schauen wir auf die Folgen unseres Tuns, in vielem haben wir versagt.
Lehre uns, recht umzugehen mit deinen Gaben, damit wir zum Segen werden für alles, was lebt. Amen.

1.Kor 12, 4-6: Viele Gaben entspringen aus einem Geist

411 Gott, weil er groß ist, gibt am liebsten großen Gaben, ach, dass wir Armen nur so kleine Herzen haben.

Matth 25, 14-30: dem einen gab er fünf Zentner, dem anderen zwei, dem dritten einen, je nach ihrer Tüchtigkeit.

Anregung zum Denken und Handeln:

Welche Gaben machen uns fürs Leben tüchtig und welche Aufgaben fordern uns lebenslänglich heraus?
A
chtung, Barmherzigkeit, Behutsamkeit, Dank, Ehrlichkeit, Friede, Geduld, Güte, Hilfsbereitschaft, Humor, Liebe, Mitgefühl, Mut, Nähe, Offenheit, Rücksicht, Selbstkritik, Tatkraft, Toleranz, Vertrauen, Verständnis, Wachheit, Zartheit und Zielstrebigkeit. Auch das Wissen über das Lebensgefüge der Natur, das Wissen über die Mechanismen der Wirtschaft gehört zu unseren Talenten, das Wissen über die Seele und ihren Hunger

Wir sind reich talentiert. Doch wir glauben es nicht. In einer Gemeinde wurden Leute zur Mitarbeit geworben: Wir brauchen – Sie bieten“. Es entstand eine lebhafte Diskussion am Ort. Viele haben geantwortet: „Das ist nett, dass Sie an mich gedacht haben; aber ...

- ich kann nicht gut singen. - Ich kann nicht frei reden.
- Ich verstehe nichts von der Verwaltung. - Ich bin nicht so sicher im Glauben.
- Ich bin gerade beruflich so sehr eingespannt. - Ich bin gesundheitlich angeschlagen.
- Ich habe gerade Probleme in der Ehe.“

Das ist die jeweils persönliche Wahrheit, eine jämmerlich verkürzte Wahrheit, weil die Befragten ihr Dasein auf ihr Problem oder auf ihre Belastung reduzieren. Wie hätten Sie geantwortet?

Jede/r kann aufmerksam zuhören, respektvoll schweigen, mit den Weinenden weinen und mit den Fröhlichen lachen. Wir können unsere Stärken einsetzen; unserer Schwächen brauchen wir uns nicht zu schämen. Wir haben Fähigkeiten und kostbare Erfahrungen; wir können einander ergänzen und Gemeinschaft pflegen.

In unserer Lebensgeschichte bildet die Taufe gleichsam ein zusätzliches Talent, das besagt: „Ich bin angenommen, ich bin bejaht.“ Das kann mir niemand wegnehmen. Gott behütet mich wie ein Hirte, Gott ist meine Zuflucht, meine Kraftquelle, Gott zeigt mir den Weg. Das trägt uns, wenn es stressig wird, wenn wir überfordert sind, traurig, verzweifelt, wenn wir nicht weiter wissen.

Nichts ist im Leben so stetig wie Veränderung. Nichts fürchten wir mehr als Veränderung.
Die Taufe umfasst beides: sie führt durch Veränderung zur Weiterentwicklung.
Wir gehen nie leer aus. Wir lassen los, was dem Leben im Weg steht. Wir lassen uns auf Neues ein, das uns weiterbringt. So gleicht die Taufe einer steten Geburt. Was wir zum Leben brauchen: Beistand, Mitgefühl, Trost, Geduld, Zuversicht – Gott gibt seine Talente in der Liebe, der wir Hand und Fuß geben.

635 Schenk uns Weisheit, schenk uns Mut, für die Ängste, für die Sorgen, für das Leben heut und morgen ...

Schenk uns Weisheit, schenk uns Mut, für die Wahrheit einzustehen und die Not um uns zu sehen...

Schenk uns Weisheit, schenk uns Mut, für die Zeit, in er wir leben, für die Liebe, die wir geben...

Schenk uns Weisheit, schenk uns Mut, für die vielen kleinen Schritte, Gott, bleib du in unsrer Mitte ...

Fürbitten

Gott, du vertraust uns die Erde an mit all ihren Gütern, großzügig teilst du den Reichtum deines Herzens mit uns. Wir nehmen und verbrauchen. Wir ziehen Gewinn daraus, und lassen oft großen Schaden zurück. Lehre uns, die Erde und alle ihre Fülle zu nützen und zu schützen.

Gib uns ein Herz voll Vertrauen, den Kopf voll Phantasie, um Freude zu bereiten, eine geschickte Hand, um zu helfen, ein offenes Ohr, um andere zu verstehen, einen respektvollen Mund, um wertzuschätzen.
Lass uns mit deinen Gaben etwas anfangen, so dass du mit uns etwas anfangen kannst. Vater unser ...

659 Die Erde ist des Herrn, geliehen ist der Stern, auf dem wir leben....

Gebrauche deine Kraft, denn wer was Neues schafft, der lässt uns hoffen ....

Geh auf den andern zu, zum Ich gehört ein Du, um Wir zu sagen ...

Kurz und bündig:

Kopf ohne Herz und Hand, Glaube ohne Hoffnung und Liebe – geht das?
Fang mit deinen Gaben etwas an, sonst kann Gott mit dir nichts anfangen. Sei, was du anderen sein kannst.
Was du schenkst, kommt als doppelte Freude und als vielfacher Segen zu dir zurück

GOTT segne dich und behüte dich; GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden. Amen.

 

 

8.Sonntag nach Trinitatis, 7.08.2022

Lese-Gottesdienst am 7. August 2022

Text: Pfr. Koring

Musik: S. Weingart-Fink

 

GOTT sei mit dir: als Quelle der Liebe; als Gnade, die Mensch wird; als Kraft, die Leben schafft.

165,1.5.8 Gott ist gegenwärtig, lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten

.

737 Psalm 92 und Gebet

Gütiger Gott, in Jesus Christus stellst du dich an unsere Seite. Jedem, der sich nach dir ausstreckt, schenkst du dein Licht und dein Wort. Deine Güte gibst du gerade den Armen und Geringen. Erfülle uns mit Vertrauen und Zuversicht, so dass wir im Glauben wachsen, in der Liebe verwurzelt sind und dir von ganzem Herzen dienen. Amen.

Jes 2, 1-5 Lasst uns gehen zum Berg des Herrn, dass er uns lehre seine Wege..
Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sichern machen

295 Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit, nach seinem Worte handeln und leben allezeit...

Markus 12,41-44 Jesus setzte sich dem Gotteskasten (=Opferkasten) gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte. Viele Reiche legten viel ein. Es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. Jesus rief seine Jünger zu sich: Wahrlich: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.

Anregung zum Denken und Handeln:

Größer kann der Gegensatz nicht sein: eine Frau aus den Wellblechhütten der Favelas von Sao Paulo und ein Bankier im Nadelstreifenanzug begegnen einander am Opferstock. Beide wollen Gott die Ehre erweisen und den Bedürftigen ihre Liebe schenken. So etwa würde Jesus heute sein Gleichnis beginnen.

Oftmals ist der Geldbeutel schon leer, bevor der Monat zu Ende ist. Die Witwe lebt von der Hand in den Mund - vorausgesetzt, dass jemand ihr ein Almosen in die Hand legt. Sie behält ihre kümmerliche Habe nicht für sich, sondern legt sie in den Opferstock... Gut gemeint, aber was nützt es, solange die Gaben hinter den Aufgaben zurückbleiben? ... Die Gabe der Witwe lässt jedenfalls alle Ausreden, wir könnten nichts ausrichten, platzen. Wenn viele das Wenige tun, das zu tun sie fähig sind, dann können sogar große Taten vollbracht werden.

Doch es geht gar nicht um den Nutzen der Spende, es geht um die Beziehung zu Gott. Jesus rechnet nicht Geldbeträge gegen einander auf. Er vergleicht ganz unähnliche Dinge, das Spenden und das Gottvertrauen. An der Gabe für die Bedürftigen veranschaulicht er die Hingabe der Herzen an Gott. Dabei geht es um alles oder nichts,

Halbherzigkeit führt uns weder zu Gott noch zueinander. Wir können Gott nicht halbtags lieben oder nur, wenn wir gut gelaunt sind, sondern von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit allen unseren Kräften lieben. Gott will die Mitte unseres Lebens sein. Im Unterschied zu den Almosen und Opfern kostet uns das gleich viel: einen Schritt ins Vertrauen, ein Ja zu Gott: dein ganzes Leben mit allem Glück und Leid, deine Angst und deine Zuversicht, deine Lebenslast und deine Lebenslust,

Hingegeben an Gott lebst du nicht mehr nur für dich selbst, sondern mitteilsam zu anderen und empfängst selber Zuwendung. Wenn Gott und Mensch zusammenkommen, geschieht das gleiche wie zwischen zwei Menschen: es geht ihnen das Herz auf. In vollem Vertrauen geben sie sich aus der Hand. Das macht ein erfülltes Leben. Denn Hab und Gut füllen nur die Hände, ein Mensch, der sich dem anderen öffnet und hingibt, erfüllt das Herz.

449,3 Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; was wir nur haben,
alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! Die besten Güter sind unsre Gemüter;
dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt....

Fürbitten

Gott, du nimmst uns an, wie wir zu dir kommen: ratlos, hilflos, mutlos, mit unseren Schwächen und Fehlern. Löse uns von dem, was uns gefangen hält, erfülle uns mit deiner Kraft. Sei unter uns mit deinem Wort, leite alle, die Verantwortung tragen. Lass uns Gerechtigkeit und Bescheidenheit üben, damit die Menschlichkeit zunehme.

Angst und Vorurteil verschmutzen unsere Wahrnehmung. Öffne Augen und Ohren, unser Denken und Fühlen, dass wir einander achten und verstehen. Mach uns hellhörig und feinfühlig, denen zu helfen, die am Boden liegen. Lass uns wachsen in der Liebe, wurzeln in der Wahrheit und Frucht bringen in Barmherzigkeit. Vater unser

414 Lass mich, o Herr, in allen Dingen auf deinen Willen sehn und dir mich weihn; gib selbst das Wollen und Vollbringen und lass mein Herz dir ganz geheiligt sein. Nimm meinen Leib und Geist zum Opfer hin; dein, Herr, ist alles, was ich hab und bin.

Kurz und bündig:

Ein Ja zu Gott ist immer ein frohes Ja zum Leben: ein weitherziges Ja zu denen, die sich und andere einengen;
ein
gütiges Ja zu denen, die uns brauchen; ein versöhnliches Ja zu denen, die uns wehgetan haben.
Gott helfe uns, aus ganzem
Herzen ein liebendes Ja zu sagen zu allen, die um uns sind.

GOTT segne dich und behüte dich;
GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden. Amen.

7. Sonntag nach Trinitatis, 31.7.2022


Lesegottesdienst, 7.Sonntag nach Trinitatis, 31.7.2022,
Pfr. Anette Prinz, Musikstücke: Susanne Weingart-Fink,

 

Gott sei mit dir als Quelle der liebe, die Gnade, die Mensch wird, die Kraft, die Leben schafft

Wenn wir in unseren Gottesdiensten Abendmahl feiern werden wir versorgt mit dem Brot des Lebens, das den Hunger unserer Seele stillt. Über alle, die an den Tisch des HERRN kommen sagt der Wochenspruch (Eph.2,9):
„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“.

Wochenspsalm 107,1-9 Danket dem Herr, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich …..

 

Gebet: Barmherziger Gott, mein Leben ist geprägt von Spuren deiner Güte. Das zieht mich zu dir. Ich bin froh, deine Hausgenossin zu sein. Weil da viel mehr und viele unterschiedliche Menschen in deinem Haus versammelt sind bitte ich dich: Führ uns im Geist deiner Liebe zusammen. Segne dein Weltenhaus mit Frieden.

EG 320, 1 Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen und ihn ehren für alle seine Gaben, die wir empfangen haben.

2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen.

3. Nahrung gibt er dem Leibe; die Seele muss auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden sind kommen von der Sünden.

4. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben; Christus, für uns gestorben, der hat das Heil erworben.

 

„Unser täglich Brot gib uns heute“-glauben wir eigentlich, was wir im Vater unser beten? Dass Gott uns versorgt, dass er sich täglich um uns kümmert?

 

Bibeltext Jesus ging Jesus weg ans andre Ufer des Galiläischen Meeres, das auch See von Tiberias heißt. Und es zog ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern … Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? … Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder auch nur ein wenig bekomme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Aber was ist das für so viele? Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Menschen. Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, so viel sie wollten. Als sie aber satt waren, spricht er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt. Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren. Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. (Joh. 6,1-14, gekürzt)

 

Wunder lassen uns staunen. Dieses Wunder beginnt mit dem Erstaunen darüber, dass es gleich sechsmal in den Evangelien erzählt wird: Unterschiedlich zwar in der Zahl der Menschen und der Menge des Essens, aber im Kern immer gleich: Mit sehr wenigem werden viele satt. Das heißt doch: dieses Wunder erschien den vier Verfassern der Evangelien so wertvoll, dass sie es immer wieder erzählen wollten.
Wir haben heute sehr viel und kriegen es doch nicht hin, dass alle Menschen satt werden. Dabei geht es sogar mit weniger- wenn es angemessen verteilt und nicht egoistisch festgehalten wird. In der Broterzählung ist das Schlüsselwort „Teilen“. Mit einer Selbstverständlichkeit wird ein kleines Bisschen geteilt, so dass es nicht nur für alle reicht, sondern dass sogar noch was übrig bleibt. Wer soll das eigentlich essen? Egal, Vielleicht soll dieser Rest einfach unterstreichen, dass niemand beim Teilen zu kurz kommt. Klar soll uns werden: Teilen macht reich, macht alle reich: die, die geben und die, die bekommen. Das ist nicht im luftleeren Raum zu beweisen, sondern nur im Tun , genauer: im Teilen. Wer Brot teilt -im lutherischen Sinn all das, was jeder Mensch zum Leben braucht- vermehrt Gottes Güte. Wer die Güte vermehrt, bringt Gott unter die Menschen. Danken wir dem „Propheten“, der in die Welt gekommen ist um uns das mit seinem wunderbaren Tun ans Herz zu legen.

NL 86 1. Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, dann wohnt heut schon sein Angesicht in der Liebe, die alles umfängt, in der Liebe, die alles umfängt.
2. Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt und die Not, die wir lindern, zur Freude wird, dann hat Gott …
3. Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt,dann hat Gott …

Gebet HERR, ich bitte dich für alle, in deren Macht es liegt, das Leben der Notleidenden zu verändern: Öffne ihre Herzen, lass sie erkennen, wie sie wirken können zum Wohle aller. Ich bitte dich für mich und alle, die ein Segen sein wollen auf deiner Erde: Lehre uns zu vertrauen und zu teilen. Du legst so viel in unsere Hände:
mach uns freigibig. Vater unser

Segen GOTT segne dich und behüte dich; GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden.

6.Sonntag nach Trinitatis, 24.7.2022

Verbunden durch Liebe und Internet/ 6.Sonntag nach Trinitatis, 24.7.2022,
Pfr. Anette Prinz

 

Gott sei mit dir: Die Quelle der liebe, die Gnade, die Mensch wird, die Kraft, die Leben schafft

Dieser Sonntag gehört der Tauferinnerung. Über diese Woche steht das Wort, das bei vielen Taufen gesprochen wird: So spricht der HERR, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jesaja 43,1)

 

nach Psalm 139: Gott, du kennst mich. Du achtest auf mich. Nie gibst du mich verloren. Ich sitze oder stehe, ich liege oder gehe, du hältst deine Hand über mir. Alle meine Wege sind dir bekannt. Alles, was ich denke und sage:
Du kennst es. Mein ganzes Leben liegt offen vor dir. Wenn ich in Schwierigkeiten bin, willst du mich begleiten. Wenn ich nicht aus noch ein weiß und mich am liebsten verstecken möchte, so bleibt dir meine Not nicht verborgen.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

 

Gebet: Treuer Gott, ich gehöre zu dir. Du gehörst zu mir. Unverlierbar umgibt mich deine Treue. Meine Taufe erinnert mich daran. Immer wieder. Das Wasser der Taufe ist ein Bild für mich, dass die Quelle der Liebe in dir für mich strömt. Das sie mir neues Leben eröffnet -auch noch im Tod. Ich fürchte mich nicht. Du hälst deine Hand über mir. Ich freue mich, ich bin getauft.

EG 210 1. Du hast mich, Herr, zu dir gerufen, und in der Taufe bekenn ich dich. Ich will dir folgen, will bei dir bleiben und will dir treu sein; gib du mir Kraft. 2. Wie du gestorben und erstanden, sterb und erstehe ich, Herr, mit dir. Ich will dir folgen, will bei dir bleiben und will dir treu sein; gib du mir Kraft. 3. Gib meinem Leben große Freude und Kraft, für andere dazu sein. Ich will dir folgen, will bei dir bleiben und will dir treu sein; gib du mir Kraft.

 

Die Taufe verbindet die Christenheit auf der ganzen Welt miteinander. Das ist ein großer, weltumspannender Gedanke. Nicht weniger dramatisch umspannt sie aber auch in jedem Christenleben alt und neu, oben und unten, Geburt und Tod, Sterben und Auferstehen. Darüber schreibt Paulus:

Bibeltext: Wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm zusammengewachsen sind, ihm gleich geworden in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.
… Wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort nicht über ihn herrschen. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. So auch ihr: Haltet euch für Menschen, die der Sünde gestorben sind und für Gott leben in Christus Jesus. (Römer 6,3ff)

 

An einem Tauftag gibt es nur glückliche Gesichter: Da ist der Täufling. Da sind Eltern, die sich über ihr Kind freuen. Da sind Patinnen und Paten, die stolz das Patenamt übernehmen. Da ist die Familie mit Geschwistern und Großeltern, Tanten und Onkeln, die beim ersten großen Fest dabei sind. Und Freundinnen und Freunde der Familie, die sich einfach mitfreuen und mitfeiern. Und da sind die anderen Gottesdienstbesucher/innen. Die vertreten die Gemeinde. Denn in der Taufe werden Täuflinge offiziell in die Gemeinde aufgenommen. Kurz: An diesem Tag gibt es lauter glückliche Gesichter. Taufe ist ein Fest. Ein Tag der Freude.

Mitten hinein in alle Freude kommt nun der Apostel Paulus mit seinem Brief an die Gemeinde in Rom. Wenn er über die Taufe schreibt, klingt sein Text so gar nicht nach glücklichen Gesichtern. Verstörend klingt gleich seine erste Frage: „Wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?
Wie bitte? Lieber Paulus, wer möchte bei der Taufe schon an den Tod erinnert werden? Im Gegenteil! Taufe ist ein Fest des Lebens. Also verschrecke uns nicht mit Reden von Tod und Begräbnis. Vor allem, wenn kleine Kinder getauft werden. Sie stehen ganz am Anfang ihres Lebens. Da sind alle Gedanken an das Lebensende völlig unangebracht. Solche Leute soll es ja geben. Die eine Feier nicht genießen können. Die immer Wasser in den Wein gießen müssen. Die sich nicht über den Moment freuen, weil sie immer schon vor Augen haben, was morgen schiefgehen könnte. Ob Paulus so einer war? Einer, der sich nicht mit anderen freuen konnte? Sondern der immer den warnenden Zeigefinger erhoben hat?
Nein. Paulus ist kein Tauffestvermieser. Er will erklären, was in der Taufe geschieht. Was passiert, wenn wir Kinder oder auch Erwachsene taufen. Und das ist etwas unglaublich Schönes. In der Taufe werden wir auf geheimnisvolle Weise mit Christus verbunden. Durch die Taufe sind wir mit ihm „zusammengewachsen“, schreibt Paulus.

Das heißt: Gott knüpft in der Taufe ein Band zwischen dem Täufling und Christus. Er stellt eine Verbindung her, die so fest ist, dass sie nicht mehr zerstört werden kann. Nichts und niemand kann diese Verbindung auseinanderreißen. Wenig später in seinem Brief beschreibt Paulus, was das bedeutet: „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Römer 8,38f)

Im Wasser der Taufe wird diese Verbindung besiegelt. Ganz gleich, was in meinem Leben geschieht. Ganz gleich, was ich erleben und erleiden werde. Ganz gleich, was mir Angst macht und Sorgenbereitet: Ganz gleich, ob ich sterbe. Diese Verbindung bleibt bestehen. Dieses Band kann nicht getrennt werden.

Paulus geht noch weiter. Wir werden nicht nur mit Christus verbunden, wir werden sogar eins mit Christus! Wir sind in der Taufe „ihm gleich geworden“, schreibt er.
Und dann spricht er davon, wie wir in der Taufe mit Christus gekreuzigt, gestorben und begraben sind. Diese düsteren Worte, die wir bei der Taufe eigentlich nicht hören wollen – die aber genau das ausdrücken, was in der Taufe im übertragenen Sinne geschieht: Wer getauft wird, lässt sein altes Leben zurück und wird in ein neues Leben hineingeboren, in dem wir als Christinnen und Christen fortan wandeln sollen.

Dabei hatte Paulus vor allem die Taufe von Erwachsenen vor Augen. Die hatten in der Regel schon ein recht beladenes Leben hinter sich haben, bevor sie sich mit der Taufe zu einem Leben in Christi Nachfolge entschieden. Bei der Taufhandlung wurden sie im Fluss oder in einem Wasserbecken vollständig untergetaucht. Wenn jemand ins Wasser stieg und untertauchte, war es, als ob er begraben würde. Tauchte er wieder auf, war es, als ob er aus dem Grab auferstehen würde. Das machte die Taufe zu einem Symbol für das Sterben und wieder Auferstehen.

Dem alten Leben ohne Glauben, ohne Verbindung zu Gott sind die Menschen damit weggestorben. Zu einem anderen Leben unter der Liebe und Gnade Gottes stehen sie auf Als Menschen dieser Welt tauchten sie unter, als Menschen in Christus tauchten sie wieder auf.

 Bei unseren Taufen in den Kirchen ist davon nur noch eine kleine symbolische Handlung übriggeblieben, wenn wir den Täuflingen dreimal ein wenig Wasser über den Kopf gießen. Doch an der Bedeutung hat sich nichts geändert.
Ganz gleich, in welcher Form die Taufe stattfindet: Wir werden in der Taufe mit dem Leben, Sterben und Auferstehen Jesu verbunden. Das heißt auch: Wir gehören nicht mehr nur uns selbst, sondern auch zu ihm.

Nicht zuletzt ist die Taufe auch ein Ermutigungszeichen: Ihr seid in Christus mit Gott verbunden. Ihr könnt das, ein Leben führen frei von der Sünde.
Sünde ist schlicht das, was uns von Gott und seinen Wegen mit uns trennt. Du kannst nachdenken, was dich vielleicht trennt von einem Leben im Sinne Gottes. Verzweifle aber nicht daran, sondern erinnere dich: In der Taufe hat Gott dir in seiner vorausgehenden Liebe alle Verfehlungen abgewaschen, weil er dir zutraut, sie hinter dir zu lassen und neu zu beginnen. Mit Paulus gesagt: „Haltet dich für einen Menschen, die der Sünde gestorben ist und für Gott lebt in Christus Jesus“. Daran will uns der heutige Sonntag erinnern: An das Geschenk unserer eigenen Taufe, die ein Verbundenheits-, Liebes- und Ermutigungszeichen Gottes ist. Finde heute vielleicht heraus, wann du getauft wurdest. Das ist nicht gerade die leichteste Übung. Oder vergegenwärtige dir das Bibelwort deiner Konfirmation. Denn die war dein eigenes Ja zu deiner Taufe. Oder erinnere dich einfach singend:

EG 200, 1. Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist; ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. Ich bin in Christus eingesenkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt.
2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt; du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt; du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein.
5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs Neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm
Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut.

Gebet . Ich möchte gern so sein, wie du, Gott, mich haben willst. Bei diesem Bemühen stärkt mich, dass du mich behandelst, als wäre ich es schon. Dafür danke ich dir. Vater unser

NL 146 Gottes Segen behüte dich nun, Gottes Frieden in all deinem Tun. Geh gesegnet, getröstet, gestärkt und geliebt in der Freude, die Gott dir heut gibt.

Segen Der Schöpfer über dir, der Sohn mit dir, der Geist in dir, so bist du gesegnet in Gott und sollst ein Segen sein.

4. Sonntag nach Trinitatis, 10.7.2022


Verbunden durch Liebe und Internet/ 4. Sonntag nach Trinitatis, 10.7.2022
Pfr. Anette Prinz, Musikstücke: Susanne Weingart-Fink,

 

Gott sei mit dir: Die Quelle der liebe, die Gnade, die Mensch wird, die Kraft, die Leben schafft

Niemand ist ohne Schuld. Wir sind eine Gemeinschaft der Fehlbaren. Wer von uns hat also ein Recht andere zu verurteilen. Was aber dann? Paulus rät im Wort für die Woche: Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen (Gal 6,2).

EG 663 1. Mit Freuden will ich singen in dieser Morgenstund; recht soll mein Geist sich schwingen in Gottes Liebesgrund. Ach Herr, tu auf mein’ Mund. 2. Mit Freuden will ich leben, wie mir mein Gott verleiht, recht seinem Wort nachstreben; innerlich Sorge weicht. Ach Herr, mein Herz erleucht. 3. Mit Freuden will ich danken für jede Gottesgab, will stillen mein’ Gedanken; in Gott ich alles hab. Ach Herr, mein’ Geist erlab.

Gebet Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe übe, wo man hasst, dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt, dass ich verbinde, da wo Streit ist, dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt, dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält, dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert, dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.

Gedanken: Vor mir sitzt eine etwa 40jährige Frau. Sie wirkt müde und erschöpft. Ihr Gesichtsausdruck ist traurig. Ihr Körper wirkt angespannt. Sie erzählt stockend, immer wieder unterbrochen von Tränen - ich höre zu. Frau Z. heiratete jung, sie war gerade 22, ihre drei Kinder wurden bald nacheinander geboren. Sie berichtet von einer glücklichen, wenn auch anstrengenden Zeit – bis, ja bis eine tiefe Kluft sich zwischen sie und ihrem Mann gestellt hatte. Trotz verschiedener Bemühungen fanden sie keine Brücke mehr - es kam zur Trennung, schließlich zur Scheidung. Die beiden jüngsten Kinder bleiben bei der Mutter, der ältere Sohn zieht mit dem Vater in eine andere Stadt. Was sie ihm Moment sehr umtreibt und belastet sind die Schwierigkeiten, die ihr Sohn in der Schule hat. Er ist entweder in sich gekehrt, zurückgezogen oder er ist schnell in Streit verwickelt, wird aggressiv und beleidigend, manchmal sogar handgreiflich. Für die Schule macht er kaum noch etwas, hat nur noch schlechte Noten.
Frau Z. ist ratlos, weiß auch nicht mehr, was sie mit ihrem Sohn noch tun soll. Miro höre nicht mehr auf sie; sie erzählt, dass er sie unlängst ebenfalls angebrüllt und weggestoßen habe. Und dann kommt der Satz, der schwer auf ihrer Seele lastet: „Er sagte mir, ich sei an allem schuld“.

EG 240 1. Du hast uns, Herr, in dir verbunden, nun gib uns gnädig das Geleit. Dein sind des Tages helle Stunden, dein ist die Freude und das Leid. Du segnest unser täglich Brot, du bist uns nah in aller Not. 2. Lass unsre Liebe ohne Wanken, die Treue lass beständig sein. Halt uns in Worten und Gedanken von Zorn, Betrug und Lüge rein. Lass uns doch füreinander stehn, gib Augen, andrer Last zu sehn. 3. Lehr uns, einander zu vergeben, wie du in Christus uns getan. Herr, gib uns teil an deinem Leben, dass nichts von dir uns scheiden kann. Mach uns zu deinem Lob bereit, heut, morgen und in Ewigkeit.

Bibeltext: Frühmorgens aber kam Jesus wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, auf dass sie etwas hätten, ihn zu verklagen. Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie ihn nun beharrlich so fragten, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der wer-fe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie das hörten, gingen sie hinaus, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Da richtete Jesus sich auf und sprach zu ihr: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr. (Joh 8,3-11)

Gedanken: Schuld lastet schwer auf uns Menschen. Sie ist wie eine unsichtbare Mauer. Sie trennt uns von unserem Nächsten – und sie kann uns von Gott trennen. Wie können wir mit Schuld leben? Wie mit ihr umgehen? Niemand ist gefeit davor, in Schuld verstrickt zu werden. Und was ist mit den vielen Schuldzuweisungen? – Sind sie gerechtfertigt? Oder doch allzu häufig vorschnell ausgesprochen? Bringen uns Verurteilungen weiter?

Ein Sohn, der seine eigene Mutter verurteilt , dass sie Schuld an seinen Verhaltensauffälligkeiten, seinen schulischen Problemen sei. – Eine Frau und Mutter, die ihren ehemaligen Mann verurteilt und beschuldigt und dann sagt: „Wenn ich nicht drei Kinder in so kurzer Zeit bekommen hätte, dann wäre unsere Ehe vielleicht noch zu retten gewesen.“ Wenn …. – dann …
Dieser Mutter, die sich mir öffnet und zum Ausdruck bringt, wie schwer Schuldgefühle und Gewissensbisse auf ihrer Seele lasten, die sich mit Selbstvorwürfen plagt – wie gerne hätte ich ihr in diesem Moment gesagt: „Jesus verdammt auch Sie nicht“. Doch so einfach ist das nicht. So einfach kann man das nicht sagen, vielleicht auch gar nicht wirklich in sich aufnehmen. Man muss es erfahren, tiefer verstehen, vielleicht so, wie die Menschen, die in die Szene um Jesus und die Ehebrecherin eingebunden waren.
Die Menge um Jesus ist aufgebracht, sie wollen ihn zum Urteil provozieren. Ja, sie erwarten sein Urteil und auf Ehebruch steht ein wahrlich grausames Urteil: die Steinigung.
Wieder erinnere ich mich an Frau Z. – sehe ihr Gesicht vor mir, ihren Schmerz – ihre starken Selbstvorwürfe und ihr Leiden an den Vorwürfen ihres Sohnes – du bist schuld, dass ich so geworden bin – Ich ahne ihr schlechtes Gewissen, diese Last, dass sie ihren Kindern durch die Trennung das eine oder andere angetan hat, die schlimmen Streitsituationen. - Aber ist sie an allem schuld?
Wir Menschen haben Stärken und Schwächen. Unsere Seele hat helle und dunkle Anteile. Jesus weiß darum. Er kennt die menschlichen Abgründe. Er kennt die von Petrus, der ihn dreimal verleugnet. Er kennt die Abgründe eines Judas Iskariot. Jesus lässt sich auch von den Schriftgelehrten nicht aus der Fassung bringen. Im Gegenteil:
„Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ – Was für ein Satz – der die Seelen der Menschen um ihn erreicht. Was für eine tiefe Wahrheit. Niemand kann ihr etwas entgegensetzen. Die Beschuldiger gehen – wortlos. Das Geschrei, die Hatz, der Aufruf zur Steinigung ist beendet.

Jesus und die Frau sind zuletzt alleine auf dem Platz. Niemand hat sie verdammt – auch Jesus tut es jetzt nicht. Er fordert sie zum Gehen auf und von nun an diese Sünde nicht mehr zu tun. Ich denke an Frau Z. – Jesus verdammt auch Sie nicht. Es ist der Sohn Gottes, der die Schuldmauern zu Fall bringt – der die Brücke hin zu Gott, zu einem neuen Leben ermöglicht. Was für eine Gnade – was für eine Rettung – gegenüber allen Balken und Splittern, die uns all zu oft im Wege stehen – uns blind machen für das Wesentliche.
Was wäre, wenn wir uns allein auf irdische Richter und Rechtsprechung verlassen müssten? Ich weiß es nicht.
Ich stelle mir jedoch vor, dass weitaus mehr Türen ins Schloss fallen würden, dass sich zu Schuld neue Schuld gesellen würde, dass Menschen an Schuld gebunden blieben anstatt aus ihr entbunden -erlöst- zu werden.

„Ich verdamme ich dich auch nicht“ -das ist der zweite, für unser Leben- entscheidende Satz aus Jesu Mund. Mit ihm wirft Jesus sein Gnadenlicht auf die dunklen Seiten in uns. Im Lichte der Vergebung ist Auferstehung und Neubeginn möglich. Dafür trug Christus am Kreuz unsere Last, damit wir frei werden können. Frei von Selbstvorwürfen, von Selbstverurteilungen und frei von Schuldzuweisungen unseren Nächsten gegenüber.

Ich stelle mir vor, dass Miro und seine Mutter eines Tages auf diese schwierige Situation in ihrem Leben zurückblicken werden – Ich stelle mir vor, dass der Junge seine Mutter nicht mehr verurteilt, sondern empathisch versteht, was sie damals ausgehalten hat. Ich stelle mir vor, wie die Mutter den Sohn versteht, seine Abwehrreaktionen damals. Seine Trauer über den Verlust des Vaters und großen Bruders. Ich stelle mir vor, dass sie sich umarmen und weinen und auch ein wenig stolz sind, was sie alles geschafft haben, welche Krisen sie miteinander durchlebt haben und dass sie sich jetzt keine gegenseitigen Vorwürfe mehr an den Kopf werfen.

Ich stelle mir vor, dass die Zeit des Steinewerfens ein für alle mal vorbei ist – es wird niemand verdammt, verurteilt oder ausgegrenzt. – Ein Neubeginn ist möglich durch den, der Liebe lebte und verschenkte und in dessen Namen wir immer wieder neu anfangen können.

NL 25 1. Du bist die Kraft, die mir oft fehlt, du bist der Wert, der wirklich zählt. Alles bist du mir, Herr. Falle ich hin, stehst du mir bei, stillst meinen Durst und sprichst mich frei. Alles bist du mir, Herr. Jesus, Gottes Lamm, Ehre deinem Namen. Jesus, Gottes Lamm, Ehre sei dir, Herr! 2. Bei aller Last von Schuld und Scham lobe ich dich, der sie mir nahm. Dich, meinen Retter, meinen Herrn, lobe ich für mein Leben gern. Alles bist du mir, Herr. Jesus, Gottes Lamm, Ehre deinem Namen. Jesus, Gottes Lamm, Ehre sei dir Herr.

Gebet: Christus, ich weiß um meine Fehler Ich lese dein befreiendes Wort: „Ich verurteile dich nicht“. Es tut gut zu wissen: es gilt mir. Vergib mir alle bösen Gedanken, mit denen ich andere richte und verurteile. Vergib mir, wenn ich mich unversöhnlich zeige. Ich danke dir, dass du mir immer wieder einen neuen Anfang schenkst. Gib mir auch die Kraft, dass auch ich anderen eine neue Chance biete. Vater unser

Segen Der Schöpfer über dir, der Sohn mit dir, der Geist in dir, so bist du gesegnet in Gott und sollst ein Segen sein.

Lese-Gottesdienst am 3. Juli 2022

Lese-Gottesdienst am 3. Juli 2022

(Text: Pfr. Koring. Musik-Einspielung: Susanne Weingart-Fink)

 

GOTT sei mit dir: als Quelle der Liebe; als Gnade, die Mensch wird; als Kraft, die Leben schafft.

234 »So wahr ich lebe«, spricht dein Gott, »mir ist nicht lieb des Sünders Tod; vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, dass er von Sünden halte still, von seiner Bosheit kehre sich und lebe mit mir ewiglich.«

Dies Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd; hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuern Eid. O selig, dem die Sünd ist leid!

Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: »Zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will erst fröhlich sein auf Erd; wann ich des Lebens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich.«

Wahr ist's: Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt.

742 Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen,

der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. (Ps 103)

Gott, du bist Licht und Freude, lauter Güte und Erbarmen. Aus deiner Hand empfangen wir die Güter der Schöpfung und die Gaben deines Friedens. Du gibst unserem Leben Weite und Tiefe; frei sollen wir leben und in Verantwortung handeln. Alte und Junge, Vertraute und Fremde stellst du uns an die Seite. Füreinander wollen wir einstehen und miteinander dich loben. Amen.

Luk 15, 1-10 Wer ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet? Wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude. Wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen..

611 Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt damit ich lebe.
Ich lobe meinen Gott, der mir die Fesseln löst damit ich frei bin.
Ehre sei Gott auf der Erde In allen Straßen und Häusern.
Die Menschen werden singen, bis das Lied zu Himmel steigt.
Ehre sei Gott und den Menschen Frieden (3x) Frieden auf Erden.

Ich lobe meinen Gott, der mir den neuen Weg weist, damit ich handle.
Ich lobe meinen Gott, der meine Angst vertreibt, damit ich atme. Ehre sei Gott...

Hesekiel 18, 1-4.21.32: Des Herrn Wort geschah zu mir: Was habt ihr unter euch für ein Sprichwort: »Die Väter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Zähne davon stumpf geworden«? So wahr ich lebe, spricht Gott: Dies Sprichwort soll nicht mehr unter euch umgehen in Israel. Denn siehe, alle Menschen sind mir verantwortlich; die Väter so gut wie die Söhne; jeder, der sündigt, soll sterben. Wenn sich aber der Gottlose bekehrt von allen seinen Sünden, die er getan hat, und übt Recht und Gerechtigkeit, so soll er am Leben bleiben. Darum kehrt um. Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben müsste, spricht Gott.

Jedem das Seine. Jedem soll zuteilwerden, was er verdient, Lohn oder Strafe. Gern folgen wir dieser Logik, wenn wir über andere urteilen. Gutes den Guten, Schlechtes den Schlechten. Das würde den gerechten Ausgleich darstellen, nachdem es ja oft anders zugeht, den Guten geschieht Unrecht, die Bösen lachen sich ins Fäustchen.

Nachdem wir die Worte des Propheten gehört haben, fühlen wir uns in dieser Denkweise bestätigt. Anscheinend verfährt Gott nach dem gleichen Grundsatz: „Jeder, der sündigt, soll dem Tod verfallen.“
Zugleich jagt uns diese Schärfe einen gehörigen Schrecken ein. Warum gleich mit dem Tod drohen? Tod bedeutet absolute Beziehungslosigkeit, Abgeschnitten-sein von allen Lebensregungen. Sündigen bedeutet sich absondern, eigene Wege gehen, verachten, was lebenswichtig ist, Gott den Rücken kehren.

Wer sündigt, sinkt in die Beziehungslosigkeit. Wer sündigt, gräbt sich selbst das Grab. So logisch das auch klingt, Gott widerspricht der Zwangsläufigkeit. Gott interveniert, Gott durchbricht den Teufelskreis:
Halt ein, hör auf, kehr um! Meinst du, ich hätte Gefallen am Tod des Gottlosen? Nein, ich will vielmehr, dass er vom Bösen lässt und lebt.

Genauso verhält sich der Hirte, wie wir im Gleichnis gehört haben. Das Schaf, das sich absondert und den Anschluss verliert, es wird sterben, wenn es sich selbst und den Gefahren von außen überlassen bleibt. Deshalb geht der Hirte und sucht es. Wir haben es also auf der einen Seite mit der Zwangsläufigkeit der Sünde zu tun. „Wer sündigt, wird auch die Folgen tragen.“ Darin kommen Ursache und Wirkung zum Ausdruck.Auf der anderen Seite geht es um den Einspruch Gottes: Halt inne, hör auf, kehr um. Die Verkettung von Tat und Folge können nur wir selbst auflösen, indem wir unser Tun ändern.

Zu dem Zweck tritt Gott dem Menschen in den Weg und sagt: „He, du, das gefällt mir nicht, dass du dich um Kopf und Kragen bringst. Übernimm gefälligst Verantwortung für dich selbst. Kehr um und tue recht, so wirst du leben.“

Die Logik der Veränderung schaut nach vorn, sie rechnet nicht mit dem Gewesenen ab, sie baut auf. Mit dieser Logik der Veränderung erweist sich Gott als wahrhaftig und barmherzig, ohne uns etwas von unserer Freiheit und Eigenverantwortung wegzunehmen. Die Logik der Veränderung ist der Logik der Verursachung haushoch überlegen. Die eine Logik führt zur Klage, die andere zur Freude.

So klar das ist, so sehr lieben wir die Verschleierung. Allzu gern verstecken wir uns hinter anderen, die wir für verantwortlich erklären, und schieben ihnen die Schuld in die Schuhe: „Wir können nichts dafür, dass es uns schlecht geht Die Generation vor uns hat uns die Misere eingebrockt. Die Väter haben saure Trauben gegessen, den Kindern sind die Zähne pelzig geworden.“ Das klingt klar und logisch: „Sie sind die Täter, wir die Geschädigten. Damit müssen wir uns abfinden.“

Abfinden mit einem Totalschaden? Damals, zur Zeit des Propheten, stand nicht weniger als der Glaube an Gott auf dem Spiel. Jerusalem, die Stadt Davids, war erobert und zerstört, die Menschen fassungslos, entwurzelt und deportiert, um ihren Trotz zu brechen und ihre Identität auszulöschen. Der russische Angriff auf die Ukraine verfolgt das gleiche Ziel: die Eigenständigkeit und die nationale Einheit, die Kultur, die Heimat zu zerstören.

In das Schema der Täter-Opfer-Beziehung können wir aus vielerlei Gründen fallen. Die Logik des Selbstmitleids ist sehr verbreitet. Die eigenen Defizite kann man leicht auf die Erziehung im Elternhaus zurückführen und die Eltern in die Verantwortung stellen, darüber aber die Selbstsorge vergessen..

Nicht selten richtet die Fern- und Nachwirkung dessen, was die Vor­eltern erlitten haben, erheblichen Flurschaden im Leben der Kinder an. Disteln und Dornen wuchern, wo Blumen blühen könnten. Die gefühlskalte Mutter oder der herrschsüchtige Vater haben das Selbstvertrauen des Kindes geknickt und die Entfaltung eingeschränkt. Saure Trauben – pelzige Zähne. Oftmals zieht sich die Pechsträhne durch die Genera­tionen: die Traumata der Großeltern wirken sich schädigend auf Kinder und Enkel aus.

Aber Selbstmitleid und Jammern vergiften das Leben ebenso wie die Logik der Schuldzuweisungen. Darum halt ein, hör auf, kehr um! Nimm deine Chance wahr und geh mit dir selbst besser um. Gott gefällt es nicht, dass dir Unrecht zugefügt wurde. Gott gefällt es nicht, dass du resignierst oder voller Bitterkeit andere anklagst. Jedes böse Wort, jeder Atemzug von Misstrauen und Hass verdunkelt auch deinen Blick und vergiftet dein Herz.

Gewiss, für alle, die Gewalt erlitten haben ist die Neigung groß, im Aufrechnen und Anklagen zu verharren. Du kannst dich in der Logik von Entbehrung und Versäumnis häuslich einrichten oder wie eine Maschine willenlos aber unaufhörlich Schmerz reproduzieren und Vergeltung üben.
Du kannst aber auch eine Kehrtwende machen und zur Logik der Veränderung übergehen. Mach‘s wie Gott, geh in Geduld den steinigen Weg der Vergebung. Und fang damit an, dir dein eigenes Elend nicht übelzunehmen.

Von den Frauen im KZ-Ravensbrück ist folgendes Gebt überliefert.
Es ist wert, dass man es gerade dann nachspricht, wenn uns die Logik der Schuldhaftung überfällt.

Friede den Menschen, die bösen Willens sind, und ein Ende aller Rache und allen Redens über Strafe und Vergeltung. Die Grausamkeiten spotten allem je Dagewesenen. sie überschreiten die Grenzen menschlichen Begreifens, und zahlreich sind die Märtyrer. Daher, o Gott, wäge nicht ihre Leiden auf den Schalen deiner Gerechtigkeit,
fordere nicht grausame Abrechnung, sondern schlage sie anders zu Buche:

Lass ihre Leiden zugutekommen allen Henkern, Verrätern und Spionen und allen schlechten Menschen,
und vergib ihnen um des Mutes und der Seelenkraft der anderen willen. All das Gute soll zählen, nicht das Böse.

In der Erinnerung unserer Feinde sollten wir nicht als ihre Opfer weiterleben, nicht als ihr Alptraum, vielmehr ihnen zu Hilfe kommen, damit sie abstehen mögen von ihrem Wahn.

Nur dies allein wird ihnen abgefordert – und dass wir, wenn alles vorbei sein wird, leben dürfen als Menschen unter Menschen, und dass wieder Friede sein möge auf dieser armen Erde den Menschen, die guten Willens sind und dass dieser Friede auch zu den anderen komme. Amen.

648 Das ist der Liebe freundlich Amt, dass sie zurechtbringt, nicht verdammt; ach wer steht unbescholten?
Und was sind wir, Herr Gott, vor dir, dass wir verdammen sollten?

Herr, leucht in uns mit deiner Gnad, wenn uns des Nächsten Wort und Tat bringt Kränkung, Leid und Schmerzen.
Lass ganz und rein uns ihm verzeihn in Wahrheit und von Herzen.

Ach komm, füll unsre Seelen ganz, du gnadenreicher Liebesglanz, du väterlich Erbarmen!
Von deiner Glut lass Herz und Mut recht inniglich erwarmen.

Treuer Gott, du gibst niemanden verloren, was er auch tut oder erleidet. Du gehst uns nach, wenn wir uns verirren. Wir danken dir. Lenke unsere Wege so, dass wir dich suchen und bei dir das Leben finden. Bringe zurück, die in die falsche Richtung gehen; führe zusammen, die nicht mehr miteinander reden.

Lass uns, die wir zum Kreis der führenden Wirtschaftsmächte gehören, die Schwächeren unterstützen, so dass sie keinen Mangel leiden und für sich selbst sorgen können. Lass uns behutsamer und bescheidener leben, damit wir reich werden an Sinn und Gewissheit, an Achtung und Toleranz, an Herzlichkeit und Frieden.

Lass die Gemeinschaft der Völker sich nicht zersplittern in gegensätzliche Interessen. Gebiete Einhalt denen, die Gut und Böse verwechseln, Recht brechen und andere zu Untaten verleiten. Lass Unzufriedene, Festgefahrene und Aufbruchsbereite gemeinsam ihre Probleme lösen und Zukunft gestalten.

Hilf uns glauben, hilf uns handeln. Gib uns deinen Geist, dass wir allezeit mit deiner Kraft und deiner Gegenwart rechnen. Vater unser ...

+ 72 Nimm du mich, Heiliger Atem, zünde dein Feuer an, zeig den Weg, gib Antwort, aus der ich leben kann.

Gottesgeist, komm und berühre mein mir verborgnes Ich, lehr es fest zu glauben: Jesus erwartet mich.

Wecke mich, heiliger Atem, mach du mich neu bereit, in den Dienst zu treten gegen die Traurigkeit.

Gottesgeist, komm und erleuchte mich mit Entschluss und Rat. Sag: Der Herr tut heute, was er vor Zeiten tat.

Fass du mich, heiliger Atem, Gottesgeist, treib mich an, Dank für Christi Auftrag, Dank, dass ich dienen kann.

GOTT segne dich und behüte dich;
GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden. Amen.

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